Der "fliegende Deutsche"

Von G.Van der Kemp 1.Vorsitzender C.C.Silvolde NL

m Gegensatz zum „Fliegenden Holländer“ werde ich in dieser Reportage einen Mann vorstellen, den wir mit guten Gewissen den „Fliegenden Deutschen“ nennen können, ja sogar müssen.Wir nehmen Sie mit in den kleinen Grenzort Suderwick, in dem, nahe der NL Grenze, der große Meister Bernd Bolwerk, wohnt. Ehe wir fortfahren in der Geschichte über die Hauptperson und seinen Tauben, müssen wir Ihnen erst erzählen, dass Bernd Bolwerk nicht in Deutschland an Wettflügen teilnimmt, sondern in den Niederlanden. Wir wollen keine Diskussion über den Schwierigkeitsgrad des Flugprogramms in Deutschland oder in den Niederlanden. Um Meister zu werden muss der Taubenliebhaber höchste Anforderungen erfüllen.

 Nun, in der Nachfolgenden Geschichte wird deutlich werden, dass diese Anforderungen erfüllt werden. 

Fliegen in Holland...
Weil Bernd Bolwerk, obwohl er in Deutschland wohnt, wahrscheinlich näher beim Einsatzlokal der Grenzbode Dinxperlo wohnt als mancher Dinxperloer Liebhaber, hatte man in der Vergangenheit keine Schwierigkeiten gesehen, Bernd Bolwerk, von der anderen Seite der Grenze, in Holland mitspielen zu lassen. Was man jedoch damals noch nicht wusste war, dass man mit Bernd Bolwerk einen sehr ehrgeizigen Fachmann ins Land geholt hatte. 
Bernd ist ein erfolgreicher Geschäftsmann und möglicherweise hat manch einer gedacht: “Lasst den Deutschen nur mitmachen, dann können wir vielleicht noch einige Poulgelder überhalten.“
 

Diejenigen, die so gedacht haben, werden es wohl nie zugeben, denn sie kamen schnell dahinter, dass Bernd nicht nur zum Spaß mitmachte. Nicht nur im Verein in Dinxperlo (ca.60 Mitglieder), sondern beim C.C. Silvolde (280 Mitglieder), Kring 4 Abt.G (620 Mitglieder) und Abteilung G (2.125 Mitglieder), gehörte Bernd schon schnell zur absoluten Spitze.
Ergebnisse und Wettkämpfe werden Ihnen verdeutlichen, dass wir es nicht mit einer Eintagsfliege zu tun haben, jedoch mit einem Taubenmann der Jahr ein, Jahr aus in der vordersten Linie um die höchsten Ehren mitkämpft.

Tauben und Taubenschläge...

Wer einmal bei Bernd Bolwerk zu Gast gewesen ist, muss sich wieder an der eigenen Art der Taubebhaltung neu gewöhnen. Hinter einem sehr schönen Haus, in einem großen, hübsch angelegten Garten, befindet sich ein äußerst zweckmäßiger Taubenschlag. Sie werden wissen, dass Luxus und Schönheit für Tauben überhaupt nicht wichtig sind, jedoch gehört das für den Liebhaber sehr wohl zu seinem Hobby.
 
Da Bernd für seinen Beruf sehr viel außer Haus ist, wird ein großer Teil der Versorgung von Freunden oder seinen Kindern erledigt. Natürlich sorgt Bernd für präzise Anweisungen und wenn es möglich ist versucht er die Tage vor den Flügen, seine Tiere selbst zu versorgen.
Verzweifelt fragen Sportfreunde, die gegen Bernd fliegen müssen, woher die außergewöhnlichen Leistungen kommen. Dieses zu erklären ist jedoch unmöglich. Es ist eine Kombination zwischen Versorgen des Schlages und der Tauben, und weil es Qualitätstauben sind. Als er mit den Taubensport begann, wusste er, dass schöne Schläge allein nicht genügen würden, er besorgte sich auch erstklassiges Taubenmatrial. Dazu besuchte er keinen anderen, als den belgischen Großmeister und späteren Freund, Jan Grondelaers aus Opglabbeek.
Aus allen früheren und aktuellen As-Tauben kamen Enkel und Kinder nach Suderwick, z.B. der älteste Bruder vom Weltberühmten Orleans 1 und 2, der auch Leihweise bei Bernd gewesen ist, sowie Töchter und Söhne vom „Geschieften“, „Driebander“, “Goede Jaarling“, „Orleans 1 + 2“, „de 917“,"gebroken Vleugel",1.Nat. Bourges", "de Eenoog", kurz gesagt alles, was Rang und Namen hatte oder hat, war oder ist hier anwesend.
 
Wenn solche Tauben eine gute Versorgung bekommen, bleibt der Erfolg nicht aus.
 
Es werden mit mehr oder weniger Erfolg zur Kreuzung, Tauben von bekannten und erfolgreichen Züchtern dazugekauft.

 

 

Die Basis ist und bleibt "Grondelaers"!
 
Die hier abgebildeten und erwähnten Tauben haben in der Taubenwelt Geschichte geschrieben!

 

"2011" Eine neue Manschaft.

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© Bernd Bolwerk